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Rasenschnitt in Biogasanlagen

Am 5. März kamen Akteure aus Landwirtschaft, Verwaltung sowie weitere Experten  in Villingen-Schwenningen zusammen, um die Reststoffnutzung in Form von Rasenschnitt in Biogasanlagen zu diskutieren. Die rechtliche Einordnung ist auf Genehmigungs- sowie Betreiberseite unklar. Ein vielversprechender Ansatz, Rasenschnitt trotz aktueller Verunsicherung einzusetzen, liefert ein Praxisbeispiel aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis.  Durch einen Liefervertrag zwischen Kommune und Landwirt wird der Rasenschnitt als Nebenprodukt deklariert und unterliegt somit nicht den strengen Anforderungen des Abfallrechts.

Die Argumente für die Reststoffnutzung sind vielseitig. Durch Rasenschnitt können Bürger an der Energieerzeugung beteiligt werden, die Entsorgungskosten von kommunalem Grünschnitt gesenkt werden, Treibhausgasemissionen gemindert und die Substratbeschaffung der Landwirte verbessert werden. Der energetische Beitrag von Rasenschnitt fällt gering aus, ist jedoch ein wichtiges Argument zur Steigerung der Akzeptanz von Bioenergie. Dies ist ein zentrales Argument, nicht nur auf lokaler sondern, auch auf bundespolitischer Ebene.

Anhand des Praxisbeispiels diskutierten die anwesenden Experten Lösungsansätze  sowie die Übertragbarkeit des Vertrags. Über die aktuelle Situation hin zum „Soll-Zustand" konnten notwendige Arbeitsschritte sowie Maßnahmen für eine Verbesserung der Rasenschnittnutzung erarbeitet werden. Die Bestrebungen gewinnen im Hinblick des neuen EEG-Ausschreibungsverfahren sowie auslaufender Vergütungszeiträume an Bedeutung und werden innerhalb des ISABEL-Projektes sowie durch die Zusammenarbeit mit den Teilnehmern weiter verfolgt.

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