Batnight 2017 - Fledermausnacht in Gommiswald am 26.08.2017

Am 26. August findet in Gommiswald die diesjährige Nacht der Fledemäuse statt. Am Anlass wird der Bevölkerung Gelegenheit geboten, das geheimnisvolle Leben der Fledemäuse kennen zu lernen und Grosse Mausohren beim Ausfliegen zu beobachten. Wir freuen uns, wenn Sie auf den Anlass hinweisen können.
Für Rückfragen zum Anlass steht Ihnen René Güttinger, Leiter Fledermausschutz St.Gallen-Appenzell, zur Verfügung. Telefon 071 988 19 21; rene.guettinger@bluewin.ch

Fledermausschutz als kantonale Aufgabe
Im Kanton St. Gallen kommen 21 Fledermausarten vor. Doch die grosse Vielfalt täuscht: Ein grosser Teil der Arten leidet seit Jahrzehnten unter dem Verlust von Lebensräumen und Konflikten mit dem Menschen. Dank rigoroser Schutzbestimmungen und eines gut ausgebauten Fledermausschutzes konnte ein weiterer Bestandesverlust vermieden werden. Im Kanton St. Gallen finanziert das Amt für Natur, Jagd und Fischerei ein regionales Projekt zur Koordination des Fledermausschutzes. Als zweites Standbein engagiert sich der «Verein Fledermausschutz St. Gallen– Appenzell–Liechtenstein» für die Ausbildung von freiwilligen Mitarbeitenden im Fledermausschutz sowie für die Sympathiewerbung zugunsten der Fledermäuse.

Grosse Mausohren in der Pfarrkirche St. Jakobus Gommiswald
Vor dem massiven, europaweiten Bestandeseinbruch ab Mitte des 20. Jahrhunderts bewohnte das Grosse Mausohr in tieferen Lagen nahezu jede Kirche. Im Kanton St. Gallen existieren heute noch fünf Kolonien des Grossen Mausohrs. Eine rund 50-köpfige Weibchengruppe zieht im Dachstock der Pfarrkirche St. Jakobus alljährlich ihre Jungen auf. Im Juni gebären Mausohrmütter ihr einziges Jungtier und säugen es über einen Zeitraum von 4 bis 6 Wochen. Ab Mitte Juli werden die Jungtiere allmählich entwöhnt, wobei sie beim Erlernen des Fliegens und Jagens auf ihre eigenen Flügel gestellt sind. Und hier gibt es einiges zu lernen, denn Grosse Mausohren sind hochspezialisierte Jäger, die nicht einfach im Umfeld des Dorfes nach Mücken jagen. Sie fressen vor allem grosse Laufkäfer, die sie bevorzugt in buchenreichen Wäldern am Waldboden erbeuten. Ihre Jagdgebiete befinden sich teilweise weit über 10 Kilometer vom Tagesquartier entfernt!

Nacht der Fledermäuse in Gommiswald
Am Samstag, 26. August findet weltweit die Nacht der Fledermäuse (Batnight) statt. An zahlreichen Orten wird der Bevölkerung die Bedeutung und Gefährdung dieser geheimnisvollen Tiergruppe näher gebracht. Dieses Jahr organisieren die Kirchgemeinde Gommiswald und der Verein Fledermausschutz bei der katholischen Kirche Gommiswald eine Fledermausnacht für die Bevölkerung. Die Veranstaltung eignet sich für Familien und findet bei jedem Wetter statt. Für Verpflegung wird gesorgt.

Programm
18.00–19.00 h: Dachstockbegehung in Kleingruppen
19.30 h: Begrüssung
19.45 h: Vortrag über das Grosse Mausohr
20.45 h: Beobachten der ausfliegenden Mausohren vor der Kirche
21.30 h: Ende der Veranstaltung

Kontaktadresse für Rückfragen:
René Güttinger, Leiter Fledermausschutz St. Gallen–Appenzell, Nesslau.
071 988 19 21; rene.guettinger@bluewin.ch